Diese Gruppe ist an die Metall Scene bis jetzt ein Neuling, aber sie hat schon mit sein Debut Album sehr überrascht. Ihres Album Mercy&MIsery haben alle als sehr gutes Bewertet, aber über Gruppe und auch über andere Sachen sagt uns mehr Gitarrist Rene Bogdanski. 

An die Metall Scene sind sie so zu sagen Neunlinge. Wann hat die Gruppe The Very End angefangen?

THE VERY END haben schon früh als Neben-Projekt angefangen. Die ersten, unregelmäsigen Sessions im Proberaum haben wir bereits 2003 gespielt. Damals wollten wir einfach neben den festen Bands wie Night in Gales oder Destillery einfach Musik machen - ohne größere Ziele zu verfolgen. Irgendwann merkten wir allerdings, dass wir sowohl musikalisch als auch zwischenmenschlich außergewöhnlich gut miteinander klar kamen. 2005 war dann sozusagen das Geburtsjahr von THE VERY END, wir nahmen schließlich das erste Demo auf und spielten erste Konzerte. Mit der Zeit wurde es dann ernster und alle beteiligten Musiker betrachteten THE VERY END schließlich als ihre Hauptband. Mit unserem zweiten Demo "Soundcheck for your funeral" kam es schließlich 2008 zu unserem esten Plattenvertrag bei Dockyard1 und unserer Debut-CD "vs. life". Die Firma ging pleite und wir haben "Mercy & Misery" erst einmal komplett vorfinanziert. Dann kam es zu der Zusammenarbeit mit SPV. Wir sind nun sehr gespannt, was die Zukunft bringt.

Ich vermute dass sie die Name von verschiedene Möglichkeiten ausgesucht hatten. Warum The Very End? Was bedeutet diese Name?

Die ersten Jahre hatten wir gar keinen Namen, da die Band ja ein reines Proberaumprojekt war. Als es dann ernster wurde und die Frage nach dem Namen aufkam, haben wir all unsere Ideen zusammengetragen. Der Name THE VERY END war schließlich eine Idee von Björn.Wir wollten einfach einen Namen, der zwar nach Metal klingt, aber nicht sofort verrät, welche Art Metal wir spielen. Außerdem war uns wichtig, dass der Name zu den Texten passt. THE VERY END hat schließlich von allen Möglichkeiten diese Kriterien am besten erfüllt. Außerdem lässt der Name einen gewissen Interpretationsspielraum, was die Bedeutung angeht. Das gefällt mir sehr und deshalb möchte ich gar nicht die eine oder die andere Bedeutungsebene hervorheben.

Bevor sie diesen Album veröffentlichen haben, es waren noch zwei Demo, mit welchen Nachhall haben sie sich getroffen?

Die beiden Demos haben eigentlich sehr gute Resonanz sowohl von der Presse als auch von den Fans erhalten. "2K5" war zum Beispiel Newcomer Tipp im deutschen Legacy Magazin und "Soundcheck for your funeral" wurde sogar "Demo des Monats" im Metal Hammer Magazin. Das war nicht zuletzt auch einer der ausschlaggebenden Ursachen, dass wir schließlich den ersten Plattenvertrag bekommen haben.

Können wir diese Demos noch irgendwo bekommen? Oder wollen sie sie jemals als Bonus Material veröffentlicht?

Wir verkaufen noch einige Exemplare der Demos auf Konzerten, allerdings haben wir nicht mehr so viele und haben auch erst einmal nicht vor, sie nochmal aufzulegen. Den Song "The Black To Come" haben wir in der "Vs.Life"-Recording-Session nochmal in einer aktuellen Version aufgenommen. Sollte es zu einem Rerelease kommen, wollen wir den Track auch als Bonus-Track auf das Album packen. 2 Songs vom „Soundcheck For Your Funeral“ Demo, nämlich „The Loss Theory“ und „Flatline“, landeten ebenfalls bereits auf „Vs. Life“ Ob wir die übrigen Songs der Demo-Zeit nochmal aufgreifen, wissen wir noch nicht genau, aber es kann schon gut sein. Manchmal spielen wir auch noch was von dem Material live.

Dieses Jahr werden sie herausbringen ihre Debut Cd Mercy&Misery. Ich muss sagen es ist sehr gelungenes Album. Wie sind sie mit Cd zufrieden?

Vielen Dank für das Lob. Es ist nicht ganz richtig, dass das unsere Debüt-CD ist. Genau genommen ist "Mercy & Misery" unser zweites Album. Ich weiß nicht genau, ob unser erstes Album "Vs. Life" in Slowakei  herauskam, insofern kann es durchaus sein, dass das aktuelle Album unsere erste Veröffentlichung in Slowakei  ist.Wir sind absolut zufrieden mit dem Ergebnis. Natürlich hat man nach jeder Aufnahme immer hier und da einzelne Stellen, bei denen du denkst: "Hier hätte man dies oder das besser machen können." Aber irgendwann muss man während eines Aufnahmeprozesses einfach auch mal ein Ende finden. Ansonsten würdest du ewig an einem

Album produzieren. Ich denke, wir haben uns im Vergleich zum ersten Album deutlich weiterentwickelt und sind auf eine guten Weg, unseren eigenen Sound zu finden. So etwas ist mir bei anderen Bands aus der Perspektive des Konsumenten besonders wichtig. Dass die Reaktionen der Presse so gut sind und viele Journalisten Schwierigkeiten haben, uns einem Genre zuzuordnen, bestätigt eigentlich nur, dass auf einem guten Weg sind.

Sehr viel hat geholfen die Zusammenarbeit mit Produzent Waldemar Sorychta. Wie war es?

Die Zusammenarbeit mit Waldemar war großartig und hat uns als Band musikalisch deutlich nach vorne gebracht. Ohne ihn würde "Mercy & Misery" definitiv anders klingen. Wir haben sehr viel Arbeit in die Vorproduktion gesteckt, bei der Waldemar zum Teil noch mal massiv in die Songstrukturen eingegriffen hat. Das war für uns anfangs ganz schön gewöhnungsbedürftig, dass jemand so sehr ins Songwriting eingreift. Aber am Ende mussten wir einfach zugeben, dass er in den meisten Fällen einfach genau die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt hat.

Die Texte. Mit welchen Sachen, oder Vorfälle beschreiben sie in Texten?

Die Themen können variieren. Manchmal geht es um ganz persönliche Dinge, ein anderes Mal kann es sogar durchaus politisch werden, wie zum Beispiel bei dem Song "A hole in the sun", zu dem wir aktuell ein Video produziert haben, das bald veröffentlicht wird, bei dem es um eine fiktive Anti-Kriegsgeschichte geht. Wir versuchen, unseren Texten immer auch ein Meta-Ebene zu geben - Diese kann dann auch durchaus sehr humorvoll ausfallen. Die Texte entstehen meist nachdem die Musik bereits existiert. Björn versucht dann, die Stimmung der Texte der jeweilgen Atmosphäre des Songs anzupassen.

Bei komponieren Arbeiten sie zusammen, oder ist das Sache mancher Mitglieder?

THE VERY END war von Anfang an darauf ausgerichtet, dass jedes Mitglied sich kreativ entfalten kann. Das war am Anfang nicht immer ganz einfach , da in den meisten Bands ein oder zwei Leute sagen, wo es lang geht. Das ist bei uns anders. Es gibt keine Vorgabe, außer dass wir die Sachen am Ende alle gut finden müssen. Das ist wahrscheilich der Hauptgrund, warum unsere Musik so vielseitig ist. Die Entstehungsweise der Songs kann dann auch ganz unterschiedlich ausfallen. Manche Songs entstehen bei Proberaum-Sessions, andere entstehen komplett am Computer. Im Vorfeld einer CD-Aufnahme gibt es immer eine Vorproduktion, bei der wir alle Songs noch einmal auf Herz und Nieren überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass wir aus einem Song zwei machen oder Lieder komplett umgebaut werden. Zum Beispiel waren Parts aus "Rat Nation" und "For all things undone" zu einem früheren Zeitpunkt mal gemeinsam in einem Song, die wir später komplett aufgebrochen haben.

Zum Album gehört auch Turne. Mit welchen Gruppen werden sie spielen?

Unsere Plattenfirma möchte uns auf Europa-Tournee schicken und wir wollen das auch sehr gerne. Allerdings ist diesbezüglich noch nichts spruchreif. Ich würde mich freuen, wenn wir 2011 auch einmal nach Slowakei  kommen würden.

Von der Musik leben sie noch nicht. Was tun sie neben bei?

Ich bin selbständig mit einer Agentur für Social Media Beratung und komme ursprünglich aus dem journalistischen Bereich. Unser Sänger Björn treibt mit Killustrations als Grafik-Designer sein Unwesen und hat schon für einige namhafte Bands Designs erstellt. Unser Basser Marc studiert auf Lehramt und Drummer Daniel und Gitarrist Volker arbeiten im sozialen Bereich.

Was tun sie gerne in ihre Freizeit?

Da kann ich jetzt nur für mich sprechen. Neben dem Job und der Band bleibt eigentlich nicht viel Zeit übrig. Ich versuche nämlich noch, einigermaßen regelmäßig Sport zu machen. Ansonsten bin ich seit meiner Kindheit leidenschaftlicher Fan von Star Wars Büchern und Comics und habe inzwischen eine ganz beachtliche Sammlung zusammen. Außerdem bin ich sehr geschichtsinteressiert und befasse mich seit meinem Geschichtsstudium vor allem mit der Geschichte des Ersten und Zweiten Weltkriegs und der Geschichte des Nationalsozialismus in Deutschland.

Danke sehr für die Zeit die sie unseren Leser gewidmet haben. Wollen sie ihn etwas am Ende sagen?

Vielen Dank für das Interview und ich hoffe sehr, dass wir einmal die Möglichkeit haben, in Slowakei zu spielen. Wenn ihr neugierig auf unsere Band geworden seid, besucht unsere Homepage www.theveryend.net und kauft unser Album - Cheers!!

bericht: 03.02.2011

Bericht: Michal Roháč

Überzetsung: Eva Roháčová

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